Lana Grossa und Magdalena Neuner

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Alles über Magdalena

Magdalena und Wolle

Wie sind Sie zum Stricken gekommen, wer hat es Ihnen beigebracht?

Ich weiß noch, dass wir in der Grundschule eine Katze häkeln mussten. Das war auf alle Fälle mein erster Kontakt mit Wolle. Das Stricken hat mir dann meine Mutter beigebracht. Da war ich acht Jahre alt.

Erinnern Sie sich noch – was war das erste Stück, dass Sie gestrickt haben?

Ich glaube das war ein grüner Schal.

Was haben Sie als letztes fertig gestrickt? Oder angefangen?

Wieder etwas grünes – eine Trachtenweste.

Gibt es eine Stricktechnik, die Sie noch nie probiert haben, die Sie aber gerne stricken möchten?

Zur Lederhose tragen die Männer bei uns diese selbstgestrickten Wadelstrümpfe – je nach Ort mit ganz unterschiedlichen Mustern und Farben. Da habe ich mich bis jetzt noch nicht herangewagt. Das ist richtig schwierig und man braucht extrem viel Geduld bis so ein Paar Strümpfe fertig ist.

Wie finden Sie, bei allen sportlichen Aktivitäten, Zeit fürs Stricken? Zu welchen Anlässen stricken Sie?

Zum Stricken komme ich meistens nur in den langen Trainingslagern im Herbst. Zu dieser Zeit ist es in Skandinavien schon sehr früh dunkel. Wenn dann noch im Ofen das Feuer prasselt - das ist die richtige Stimmung um zu Stricken.

Stricken Sie allein für sich oder haben Sie Freundinnen, mit denen Sie gemeinsam stricken? Haben Sie Sportkolleginnen/Freundinnen, die Ihr Hobby teilen? Welche prominenten Strickerinnen kennen Sie?

Bis vor kurzem hat bei uns fast die ganze Mannschaft gestrickt - Uschi Disl, Katrin Apel, Kathrin Hitzer und Kati Wilhelm. In diesem Jahr sind wir ja eine richtig junge Truppe. Mal schauen, wer nach dem Generationswechsel noch mitmacht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir im Trainingslager dann doch wieder alle mit dem Strickzeug um den Tisch sitzen.

Was gibt Ihnen das Stricken? (Entspannung – bis zum Flow, totales Abschalten, Erfolgserlebnis für gelungenes Ergebnis, ...). Stricken ist ein sinnliches Erlebnis, gehört es zu Ihrer Naturverbundenheit dazu?

Beim Stricken kann man wirklich sehr gut Abschalten und einfach mal die Zeit vergessen. Ich brauche immer mehrere Beschäftigungen gleichzeitig, daher stricke ich auch gerne beim Fernsehen. Einfach nur da sitzen ist mir zu langweilig.

Spornt Sie beim Stricken das Ziel an, also das fertige Stück, oder fasziniert Sie das Stricken an sich?

Mich motiviert das fertige Stück. Ich weiß wie es aussehen soll und ich freue mich einfach, wenn ich nach vielen Strickstunden mein Werk in der Hand halte.

Haben Sie eine Lieblingsfarbe, die Sie zum Beispiel gerne verstricken?

Das kommt total auf das Stück an. Lila oder Brombeer ist eine Farbe, die ich sehr gerne mag, aber für Trachtensachen nehme ich auch gerne die traditionellen Farben wie braun, grau oder grün her.

Sind Sie beim Stricken genauso schnell wie beim Skifahren?

Nein, beim Sport bin ich doch noch ein wenig schneller, aber das trainiere ich auch jeden Tag und zum Stricken habe ich doch nicht immer so viel Zeit wie ich gerne wollte.

Was machen Sie mit den ganzen selbstgestrickten Arbeiten? Verschenken oder behalten?

Ich stricke gerne für Freunde oder für meine Familie. Meine beste Freundin hat eine kleine Tochter und Kindersachen stricken macht sehr viel Spaß.

Fühlen Sie sich als junge Strickerin als Ausnahme oder sehen Sie das als Trend und was sagen Sie zu Leuten, die Sie wegen des Strickens für unzeitgemäß halten? Welche Reaktionen kommen aus Ihrem Umfeld auf diese Leidenschaft?

Ich glaube, dass Stricken oder überhaupt Handarbeiten immer „in“ ist. Es ist doch toll, wenn man ganz individuell gestaltete Werke anziehen oder verschenken kann. ich kenne sehr viele Frauen in meinem Alter, die sich für Handarbeiten begeistern. Es gibt ja auch tolle moderne Strickmoden.

Was sagen Sie zu Ihrem ersten eigenen Strickbuch? Haben Sie in diese Richtung noch weitere Pläne?

Ich denke, dass meine Zusammenarbeit mit Lanagrossa noch länger bestehen bleibt und daher wird es mit Sicherheit noch einige schöne Dinge von und mit mir geben.

Wenn Sie die Sportkleidung ablegen – was tragen Sie privat am liebsten?

Wenn ich zu Hause in meiner Wohnung bin, mag ich es gerne bequem. Ich ziehe mich aber auch sehr gerne einfach mal schick an, wenn ich mit Freunden ausgehe oder privat unterwegs bin.

Magdalena ist ein Vorname, der traditionell klingt. Hat es eine besondere Bewandnis, dass Sie diesen Vornamen erhalten haben?

Ich glaube, damals gab es nicht so viele Magdalenas, da haben sich meine Eltern diesen Namen ausgesucht, weil er eben eher selten war.

Was tun Sie neben körperlicher Fitness für Ihr gutes Aussehen?

Ich trainiere natürlich jeden Tag fünf bis sechs Stunden und versuche mich gesund zu ernähren.

Training, Wettkämpfe – woher nehmen Sie die Energie?

Die habe ich wohl in die Wiege gelegt bekommen - meine Eltern sind auch sehr sportlich unterwegs. Glücklicherweise gibt es nur wenige Tage, an denen ich mich wirklich zum Training überwinden muss. Ich glaube, wenn es mal soweit ist, dann sollte man über das Aufhören nachdenken.

Im Sport vollbringen Sie große Leistungen und sicher leben Sie gesund. Schlagen Sie aber auch manchmal über die Strenge? Wo können Sie nicht widerstehen? (Schokolade, Eis?)

Ich liebe Schokolade und esse auch gerne mal ein Eis, aber grundsätzlich ernähre ich mich schon gesund.

Welche Ziele haben Sie für die Zukunft, sportlich und privat?

Also ich habe keine Liste, die ich Punkt für Punkt abhaken muss. Im Sport will ich eigentlich in jedem Rennen gewinnen, egal ob im Weltcup, bei einer WM oder in einem Testrennen. Und privat habe ich natürlich auch ein paar Träume. Aber die behalte ich für mich.

Was schätzen Ihre Freunde und Freundinnen an Ihnen?

Das ist für mich schwierig zu beantworten. Da müsste man meine Freunde fragen. Aber ich hoffe, dass die meisten sagen würden, dass ich ehrlich bin und immer versuche, für andere da zu sein, auch wenn ich viel unterwegs bin.

Haben Sie ein Motto fürs Leben?

Für diese Frage müsste ich mir mal einen schlauen Satz überlegen. Nein ein Motto habe ich eigentlich nicht! Ich versuche möglichst immer, ich selbst zu sein. Das hilft schon mal ein ganzes Stück weiter.

Haben Sie einen Glücksbringer?

Nein. Ich bin nicht so abergläubisch.